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Wartung & Garantie

Da es sich bei einem Federbein um ein Verschleißteil handelt und wir die Garantie von 5 Jahren stets gewährleisten möchten, muss das Federbein alle 2 Jahre oder alle 20.000 Kilometer gewartet werden.

Dabei verhindert die Früherkennung kleinere Mängel oftmals den Totalschaden eines Federbeins.

Diese Wartung beinhaltet folgende Punkte:

• Zerlegen des Federbeins / Sichtprüfung
• Reinigen und Prüfen der einzelnen Bauteile
• Ersetzen beschädigter / verschlissener Teile - kostenlos!
• Neuaufbau des Federbeins / Befüllung mit den entsprechenden Betriebsstoffen wie Öl und Gas
• Entlüftung des Federbeins
• Abschließend: Intensive Prüfstandsläufe


Lesen Sie hierzu einen Erfahrungsbericht eines Kunden:

Wartung – ist das wirklich nötig?

Es ist wie so oft im Leben. Alles lässt nach. Man schiebt es zunächst auf das Wetter, dann auf das letzte, zu üppige Essen und muss sich schließlich doch eingestehen: Das Federbein funktioniert nicht mehr wie am ersten Tag. Die Rückmeldung ist nicht mehr so klar, die „Klicks“ ändern die Dämpfung nicht mehr so prägnant und außerdem quietscht es zunehmend.
Da ich bereits Zubehörfederbeine der Firma Wilbers Products eingebaut habe, bei denen die Dämpfung vorne und hinten in der Zugstufe einstellbar ist, zusätzlich die Federbasis hydraulisch per Handrad, liegt es nahe, sich direkt an den Hersteller zu wenden. Also Unterlagen und Garantiebedingungen rausgesucht. Verflucht, die zwei Jahre, nach denen eine Wartung erfolgen sollte, sind gerade rum, von der Alternative „oder 20.000km“ ganz zu schweigen.
Das Gespräch mit Wilbers bringt schnell Klarheit. Wenn ich am Freitag um 8.30 Uhr dort bin, ist bis Mittag alles fertig. Das Hauptproblem liegt jetzt darin, die Ehefrau davon zu überzeugen. Ja, ja, die Wartung ist dringend nötig, übermorgen ist der beste Tag, Wilbers ist fast um die Ecke und das mit dem Einsenden per Post ist doch viel zu unpraktisch.
Die Wettervorhersage ist gut. Freitag, kurz vor 3 schellt der Wecker. Abfahrt 3.40 Uhr. Ein kurzes Stück auf der Landstraße ganz ohne Angst vor Blitzern. Der einzige Wagen, der mir begegnet, ist dann ausgerechnet ein Steifenwagen. Bei Pleidelsheim auf die Autobahn und Tacho 160, natürlich soweit erlaubt.
Weinsberg, Walldorf, Darmstadt, Rüsselsheim, Mönchhof, Kreuze und Dreiecke fliegen vorbei. Verkehr ist kaum vorhanden, welch Wunder um diese Uhrzeit.
Im Taunus wabert Nebel und lenkt die Gedanken kurz von den kalten Fingern ab. Nach 230 km ein vorgezogener Tankstopp, weiter auf der A3. Heumar, Hilden, langsam dämmert es und ich gönne mir beim zweiten Stopp einen Kaffee im Stehen. Es bleibt kurz Zeit für die Frage, wer bloß auf diese Idee gekommen ist. Breitscheid, Kaiserberg, Oberhausen, Bottrop, ich kann die Sonne erahnen. Wärmer wird es dadurch leider nicht.


Um 8.40 Uhr ist Nordhorn erreicht. Die Hände umklammern gierig den angebotenen Kaffee. Haben die etwa Mitleid mit mir? Derweil baut einer vorne und einer hinten das Federbein aus. Richtig erkannt, ich fahre eine BMW. Es folgt das Zerlegen, Reinigen, Überprüfen und die neue Befüllung mit Öl. Draußen wird es endlich wärmer. Warum eine regelmäßige Wartung sinnvoll ist, erklärt sich in der Theorie beim Blick auf den Dämpferaufbau und in der Praxis an Hand der Farbe des Dämpferöls. Die Mechaniker zeigen mir die dunkle Brühe und ersparen sich und mir die Frage nach der Laufleistung.
Vor der Mittagspause wollen die Jungs dann doch fertig werden, jetzt umkreisen bis zu vier Mechaniker mein Motorrad. Ein weiteres Highlight folgt, als der Mechaniker, der vorher mit der Rennmaschine beschäftigt war, zu meiner GS kommt. Quasi durch Handauflegen, also das Drücken des Motorrads in die Federung und das Beobachten, wie das Motorrad sich wieder aufrichtet, arbeitet er die Dämpferabstimmung heraus. Schließlich noch die Einstellung mit aufsitzendem Fahrer, und kurz nach 12 Uhr bin ich bereit für die Rückfahrt.
Inzwischen ist das Wetter angenehm, eine Zwiebelschicht fällt nach der anderen. Die Pausen werden trotz ausgiebiger Mittagspause lang und länger, der Wochenendverkehr dichter und kurz nach 19 Uhr bin ich wieder zu Hause.

Die Bilanz muss jeder für sich ziehen. Die Federbeine funktionieren besser als am ersten Tag, das Quietschen hinten ist durch ein neues Gelenklager beseitigt, das ebenso wie ein beim Zerlegen entdeckter Materialausbruch vorne auf Garantie geht. Technisch war der Ausflug interessant, zudem läuft die Garantie jetzt weiter.
Der Buchhalter stellt dem für beide Federbeine insgesamt Kosten für Ein- und Ausbau sowie Wartung von rund 270 Euro gegenüber. Nach so vielen Kilometern empfinde ich das als tragbar. Hinzu kommt ein Durchschnittsverbrauch von 6,9 Litern hinwärts und ein Schnitt von 6,5 Litern insgesamt auf den knapp 1.200 Kilometern. Wäre mit der Post vielleicht doch günstiger gewesen. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Also regelmäßig warten lassen, dann klappt es im Frühjahr wieder mit dem Anschluss....

von
Ralph Schönfelder
Waiblingen

 

 

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